March 10, 2010, Wednesday, 68

Howto:Platz auf der SSD gewinnen durch Löschen von Programmen auf der System-Partition

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Anwenden auf eigenes Risiko

Einleitung

Es dürfte mittlerweile bekannt sein, dass Asus auf dem EeePC ein System eingerichtet hat, welches eine schreibgeschützte System-Partition und darüber "transparent eingehängt" eine User-Partition verwendet, auf der alle Änderungen (Software-(De)Installationen) vorgenommen werden.
unionfs
Vorteil ist die rasend schnelle System-Wiederherstellung, wie sie hier schon beschrieben wurde. Nachteil ist, dass vermeintlich gelöschte Softwarepakete auf der System-Partition immer noch vorhanden sind. Sie wurden auf der User-Partition nur als gelöscht markiert. Platz durch Löschen der vorinstallierten Programme kann also so nicht gewonnen werden. Auch bei Updates werden die Pakete nicht ersetzt, sondern die neuen Pakete zusätzlich installiert.

Ich möchte hier nun eine Methode beschreiben, bei welcher ein Live-Linux von einem externen Datenträger (SD(HC)-Karte, USB-Speicher, CD(DVD-Laufwerk) gestartet, die System-Partiton eingehängt wird, und in einer chroot-Umgebung Pakete gelöscht werden. Anschließend wird die System-Partition verkleinert und die User-Partition entsprechend vergrößert.

Löschen von überflüssigen Paketen

Mit Puppee-Linux[1] habe ich dabei gute Erfahrungen gemacht. Es ist klein, problemlos auf einem externen Dateinträger zu installieren und mit gparted[2] ist ein PartitionsManager vorhanden, der es erlaubt die notwendigen Änderungen komfortabel vorzunehmen. Eine Anleitung zur Installation findet sich hier [3].
Das so eingerichtete Puppeee wird gestartet, die System-Partiton mittels des drives-Icons eingehängt. Anschließend öffnet man eine console und wechselt mit dem Befehl chroot /mnt/sda1 in die System-Partition.

puppeee-Linux

So wird gelöscht:

apt-get remove Paketname --purge

Ich habe folgende Pakete gelöscht:

openoffice.org
thunderbird
xlex-de
acroread - dabei gibt's allerdings (behebbare) Probleme
...



Repartitionieren

Ist man mit dem Löschen fertig, verlässt man die chroot-Umgebung (mit der Eingabe von exit oder Tastenkombi strg-d), hängt die system-Partiton wieder aus und startet gparted. Hier wählt man die Festplatte des EeePC. Der linke Balken in der Anzeige ist die System-Partition, der rechts daneben die User-Partititon.

gparted

Zunächst verkleinert man die System-Partition. Rechtsklick auf den Balken, Resize/Move, hier zieht man den Rechten Rand des Balkens soweit nach links, dass noch ein wenig "Luft" zwischen belegtem Platz und Parttionsende bleibt (über 400 MB, wie im Auslieferungszustand ist sicher nicht nötig - max. 100MB sollte reichen). Anschließend ist die User-Partition fällig. Wieder rechte Maustaste, Resize/Move. Diesen Balken zieht man ganz nach links und zieht anschließend den rechten Rand so weit wie möglich nach rechts.

Zusätzlicher Platz lässt sich gewinnen, indem man die beiden kleinen Partitionen am rechten Rand löscht (Rechtsklick darauf und delete wählen) und ebenfalls von der User-Partition belegen lässt. Die Partitionen werden für ein BIOS-Update aus dem laufenden Xandros-System heraus verwendet. Das Update ist aber auch mit einem externen Datenträger (SD-Karte/USB-Stift) möglich. Deshalb kann man diese Partitionen gefahrlos löschen.

Über das Menü Edit -> Apply werden die Änderungen ausgeführt. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

Nachdem das abgeschlossen ist, kann man das System neu starten.